Tropennächte

Tropennächte

Der Kühlschrank brummt
mit der Klimaanlage um die Wette,
du liegst nackt im Bett ohne Decke,
an Schlaf ist nicht zu denken,
ans Andere schon gar nicht,
es ist nicht nur wegen der nervigen Mücke,
du klebst, bist klitschnass,
der Schweiss rinnt in Bächen
in diesen Tropennächten.

Die Luft ein einziges Flimmern,
Hitzestau zwischen den Mauern,
im Asphalt spiegelt sich der Himmel,
nimmst du im Springbrunnen eine Dusche,
ist die Erfrischung nur eine kurze,
Das Leben passiert in Zeitlupe,
die Gedanken kommen zum Erliegen,
jede Bewegung macht dich matter
in diesen Tropennächten.

Es ist Sommer in der Stadt,
die Strasse brennt,
die Sonne glüht,
Temperaturen steigen,
Hüllen fallen,
aufgeheizte Atmosphäre ohne Ende,
Schweiss und Schwüle sind kaum zu ertragen,
einzig der Eisverkäufer reibt sich die Hände,
in diesen Tropennächten.

(c) Mike Denoth

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2 Antworten zu Tropennächte

  1. jancak schreibt:

    Genau das richtige Gedicht, das ich in dem Moment entdeckte, als meine Mann, dem es sonst immer zu kalt ist, darüber stöhnte, daß es in der Nacht nicht durchgezogen hat, obwohl er alle Fenster offen ließ

  2. ricardarighetti schreibt:

    Jenau so siehts aus….

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