Independence Day

Chevrolet

An jenem Tag Ende Mai
bekommt sie den ersehnten Schein
und ist damit endlich frei.
Das Gaspedal durchgedrückt
fliegt sie die Interstate 5 entlang:
San Bernardino, Riverside, Corona, Yorba Linda,
dann bei Exit Kadella Avenue rechts raus,
kurzer Stau vor dem Anaheim Pond.

Der Parkplatz schon fast voll,
drückt sie ihren 69er Chevy in die Lücke
zwischen dem roten Truck und einem Minivan.
Die Halle füllt sich rasch,
schnell noch ein Hot Dog mit Bier,
kaum rutscht sie auf ihren Platz
hoch oben am Rang,
gehen auch schon die Lichter aus.

Bumm, bumm, bumm, bumm,
geben die Drums den Rhythmus vor,
die Gitarren schreien und wüten,
der Boss erzählt dazu seine Geschichten,
die Lieder, sie handeln von unterwegs,
vom Regen, der Weite und der Nacht,
von Einsamkeit, Freiheit und Zuversicht.

Drei Stunden später ist sie wieder auf der Strasse,
San Bernardino, Lake Arrowhead, Big Bear Lake,
endlose Kehren, endlose Meilen, endlose Kolonnen
selbst um zwei Uhr früh.

Den roten Rücklichtern folgt sie später noch im Schlaf.

(c) Mike Denoth

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